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Im Oktober 1923 begann Heisenberg seine neue Tätigkeit in Göttingen bei Max Born. Er war eigentlich Stipendiat hatte aber praktisch die Pflichten eines wissenschaftlichen Assistenten und wurde auch als solcher bezeichnet. |
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Heisenberg bemühte sich nun, in Zusammenarbeit mit Born, um den Übergang von der nur symbolisch brauchbaren und daher nur qualitativ richtigen Modellmechanik...zur wirklichen Quantenmechanik. Die bisherige klassische Physik hatte nur mit stetig veränderlichen Größen gearbeitet. Hier ging es aber um abzählbare Quantenzustände. Es ging darum das Kontinuierliche in Diskretes umzuwandeln. Schon nach wenigen Monaten habilitierte Heisenberg mit der Arbeit Über eine Abänderung der formalen Regeln der Quantentheorie beim Problem der anomalen Zeemann-Effekte. Diese Habilitation nach nur einem Jahr war ungewöhnlich, |
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Max Born |
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da der Kandidat das Doktorexamen nur knapp bestanden hatte. Sofort nach Ende des ersten Semesters begab sich Heisenberg auf eine dreiwöchige Fußwanderung mit seinen Freunden. Pfadfinder und Wandervögel aus ganz Deutschland trafen sich auf dem Heiligenstein, um dem Untergang der deutschen Kriegsfreiwilligen-Regimenter im Oktober 1914 zu gedenken. Das dort entfaltete nationale Pathos empfand Heisenberg als unwahrhaftig. Trotzdem wurde einiges von dem, was auf dem Heiligenstein zum Ausdruck kam, auch von ihm empfunden. “Neben dem Einfluß des Elternhauses und der Schule hat sicher die Gemeinschaft mit den Pfadfindern die starke Bindung an Deutschland und seine Menschen bewirkt, die in seinem Leben eine so große Rolle spielen sollte.1 Eine andere Dimension seiner Liebe zu Deutschland war seine Verbundenheit zur deutschen Geschichte und Kultur. Er sagte später einmal, daß seine Entscheidung 1933 nicht zu emigrieren, letztlich davon bestimmt wurde, daß er gefürchtet habe, die kleinen privaten Kreise, in denen man miteinander in tiefen Einverständnis musizieren könne, nirgendwo auf der Welt mehr zu finden. Quellen: |
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1997 Daniel Maringer |
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